Jakobsweg

18. Tag

Krankheitsbedingter Aufenthalt in Santillana del Mar

Nach einer schaflosen Nacht mit heftigen Hustenanfällen und Dauerregen am Morgen war schnell klar, dass es heute nochmals eine Pause für mich geben würde. Der Unterschied zu der letzten Zwangspause war, dass ich es heute gut zu lassen und meinen freien Tag genießen konnte. Ich habe dazu gelernt und ich freue mich, dass ich erfahren durfte was Demut bedeutet. Die Pause war zwar nicht mein heutiges Ziel und dennoch war sie für mich stimmig, schön und erholsam. Die Erkältung legt sich gerade langsam wieder und auch die Beine haben den extra freien Tag dankend angenommenen und werden jetzt immer besser und machen nur noch wenig Probleme. Die Kraft kehrt in meinen Körper zurück und ich glaube, dass ich schon Morgen meinen Weg zielstrebig fortsetzen kann. Mittlerweile aber eben mit der nötigen Demut und Dankbarkeit, dass ich dieses Abenteuer überhaupt leben darf. Wer hätte vor kurzem noch gedacht, dass ich mich mal über einen Tag Pause wirklich freuen würde? Gegen Nachmittag bin ich in dem wunderschönen Städtchen Santillana del Mar schlendern gewesen und habe ganz gemütlich einen Kaffee in einer sehr urigen Bar genossen. Den Abend werde ich mit anderen Pilgern bei einem Glas Wein ausklingen lassen und bei Zeiten zu Bett gehen und mich auf den morgigen Tag freuen. Heute bin ich richtig gut voran gekommen, auch wenn keine Kilometer hinzu gekommen sind!

Fazit des Tages: Man muss die Feste feiern wie sie fallen.

Memo an mich: Du lernst Deine Lektionen gut und bist gerade sehr in Deiner Mitte. Really well done!

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