Jakobsweg

32. Tag

Verletzungsbedingter Aufenthalt in A Carida

Ich habe durchgehalten und heute tatsächlich noch einmal einen Ruhetag eingelegt. Die Schwellung im Bein ist besser, aber nicht ganz abgeklungen und der Knöchel ist auch wieder erkennbar. Heute habe ich lediglich einen kleinen Spaziergang gemacht, um zu sehen wie das Bein auf Belastung reagiert. Das Bein hat gehalten, aber es fehlt die Sicherheit und das Vertrauen in den Körper. Es spielt die angst mit, dass nach einer Stunde Wanderung die Muskulatur wieder komplett zu macht und so muss ich mich Morgen ganz langsam und vorsichtig an die Belastung ran tasten. Ich habe heute beschlossen Morgen früh wieder starten zu wollen und hoffe darauf , dass mein Körper bereit für eine Fortsetzung ist. Es sind insgesamt noch 210 Km bis Santiago und es gilt jetzt eine gute Balance zwischen Belastung und Entspannung zu finden. Ich hatte heute wieder einen entspannten Tag und gehöre hier in der Pilgerherberge fast schon zum Inventar und werde mittlerweile bei Ankunft von deutschen Pilgern vom Herbergsvater als Dolmetscher eingesetzt. Die freie Zeit lässt mich weiterhin kreative Ideen für meine berufliche Zukunft entwickeln und auch heute gab es dbzgl. richtig gute Impulse. Ich freue mich auf den morgigen Tag und bin zuversichtlich, dass ich Morgen wieder von einer Etappe berichten darf. Es steht die letzte Küstenetappe an bevor es ab übermorgen dann in Galicien mehr ins Landesinnere geht.

Ein Kommentar

  • Andrea

    Andreas, du Lieber,
    seit Du Dich auf den Weg gemacht hast, begleite ich Deinen Weg, indem ich immer wieder Deinen blog lese. Okay, ich gestehe, nicht jeden Tag (die Zeit, die Zeit…). Sicher kein leichter Weg, und das bei Weitem nicht nur körperlich! Über „die Zeit, die Zeit“ kannst Du mittlerweile sicherlich nur müde lächeln, hast Du doch auf Deinem Weg (und schon beim Entschluss, diese Reise zu Dir selbst überhaupt zu wagen) die Kraft gehabt, Dir eben diese zu nehmen und die Erfahrung gemacht, wie wichtig es ist, eben das zu tun! Lieber Andreas, Du hast soviel innere Kraft, soviel Mut, Dich dieser Herausforderung zu stellen und bist wahrlich auf dem Weg, auf DEINEM Weg. Ich wünsche Dir aus ganzem Herzen, dass Du wirklich zu Dir selbst findest, auch wenn ich schon gebibbert habe, ob Du Dir dazu ausreichend Zeit lässt. Klar, Dein Flug ist gebucht, Du hast Dir eine Frist gesetzt, um Dein Ziel zu erreichen. Und gehst wirklich an Deine körperlichen Grenzen, um die Seele zur Ruhe zu bringen, um Klarheit über sooooo viele Dinge zu erlangen. Ich schicke Dir viel Kraft, Licht und Liebe, glaube an die Erreichung Deines Ziels, inwiefern auch immer, und grüße Dich sehr herzlich,
    Andrea

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