Jakobsweg

3. Tag

Orio – Zumaia 17 km (5 Stunden)

Heute geschah ein kleines Camino Wunder denn während ich mich gestern Abend kaum noch bewegen konnte, lief ich heute wieder 17 Km völlig beschwerdefrei. Wäre die nächste Herberge nicht gleich weitere vier Stunden Fußmarsch entfernt gewesen, ich hätte ohne weiteres ein ganzes Stück weiter laufen können. Der Tag begann gleich unglaublich schön, gab es doch in der Herberge in Orio heute ein gemeinsames Pilger Frühstück. Es war einfach ein schöner Start in den Tag und egal wie früh hier die Tage beginnen, ich bin bislang immer voller Freude und Zuversicht. Um 8:45 ging es heute dann verhältnismäßig spät los und dennoch hielt der Jakobsweg gleich am Anfang der Etappe eine Überraschung für mich parat. Ich wurde derart von meinen Gefühlen überwältigt, so dass ich gleichzeitig unwahrscheinlich glücklich war und anderseits bitterlich geweint habe. Da war ein Schmerz der hoch und raus wollte und dieser Moment hatte eine Intensität, dass ich ihn nur schwer in Worte fassen kann. Es war ein besonderer Moment, der von meinem Pilger Bruder auf dem Foto entlang der Straße von hinten eingefangen wurde. Ich möchte außerdem etwas zu den Kommentaren sagen, die ihr Leser mir hier unter meinen Beiträgen zukommen lasst. Es sind so wundervolle Beiträge und ich bin für jeden dieser Beiträge unheimlich dankbar. Sie bedeuten mir sehr viel und Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, wie sehr Ihr mich dadurch unterstützt. Ich hatte heute den Impuls von unterwegs meine Mutter anzurufen und sie erzählte mir, dass sie meine Beiträge liest und das der gestrige Beitrag sie zu Tränen gerührt hat. Mama, ich freue mich sehr, dass Du meinen Weg verfolgt und sei Dir gewiss, dass ich Dich liebe.

Auch der dritte Tag meines Jakobsweges war ein großartiges Erlebnis, ich bin so dankbar, dass ich diese Reise in dieser unfassbaren Vielfalt genießen darf.

2 Kommentare

  • Susanne

    Wir kennen uns nicht einmal persönlich, sind nur über gemeinsame Freunde hier auf fb verknüpft und dennoch verfolge ich Dein Schreiben und Deinen Weg mit Spannung. Ich habe unwahrscheinlich großen Respekt vor dem, was Du tust. Du lernst Dich, Deine Gefühle und auch Deine Grenzen kennen.
    Ich freue mich und danke Dir, dass Du mich/ uns daran teilhaben lässt.

  • Frieda

    Hey Andreas, wir kennen uns nicht persönlich, haben aber aus bzw in Landau gemeinsame Bekannte. Ich finde deinen Mut und deine Entscheidung absolut bewundernswert und ich verfolge deine Geschichte voller Interesse. Ich hoffe du kannst genau das aus deiner Reise ziehen, was du brauchst und was dich weiter bringt. Viele liebe Grüße aus Landau

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